Betet und tut Gutes! Denn was nutzt das Wort, wenn das Werk nichts taugt?

Ein Geheimnis der Heiligkeit und des Glücks möchte ich dir verraten.
Bringe jeden Tag während fünf Minuten deine Einbildungskraft zum Schweigen. Verschließe deine Augen allen sichtbaren Dingen und deine Ohren allem Lärm der Welt. Halte Einkehr bei dir, und da, im Heiligtum deiner getauften Seele, die der Tempel des Heiligen Geistes ist, sprich also: „O Heiliger Geist, Du Seele meiner Seele, ich bete Dich an. Erleuchte mich, führe mich, stärke mich, tröste mich! Laß mich wissen, was ich tun soll; gib mir Deine Weisungen. Ich verspreche Dir, mich ganz Deinen Anordnungen zu fügen und alles anzunehmen, was mir nach Deinen Zulassungen geschehen kann. Laß mich nur Deinen Willen erkennen.“Wenn du das tust, wird dein Leben glücklich, ausgeglichen und trostvoll, selbst inmitten der Leiden; denn die Gnade wird der Prüfung angemessen sein, und mit Verdiensten gesegnet wirst du einmal die Schwelle der Ewigkeit überschreiten. Diese Hingabe an den Heiligen Geist ist das Geheimnis der Heiligkeit.
Kardinal Mercier

Was heißt Beten?

Beten im Geiste und nach der Anleitung Jesus heißt, sich im Geiste über die wirkliche Welt hinweg, zum Göttlichen und Ewigen emporschwingen, und sich in Gemeinschaft mit Gott setzen, um von ihm Licht, Rat und Trost, und alle guten Gaben zu empfangen, die allein von Oben kommen – vom Vater des Lichtes. Die betende Seele spricht mit Ihrem Schöpfer und Heilande aus der Tiefe ihrer Nichtigkeit, ihrer Ohnmacht und ihres Elendes, und seufzet – anbetend und dankend, oder flehend – zu ihm auf; und ihr Schöpfer und Heiland spricht gegenseitig zur Seele, und leitet den Strom seiner Gnaden – je nach ihrem Bedürfnisse und ihrer Empfänglichkeit – in sie herab.
Sie sehnt sich nach ihm und atmet in ihm auf; Er teilt sich ihr mit, und ergießt seinen Geist in sie, der dann selbst wieder in ihr betet mit unaussprechlichen Seufzern.
Wo aber der Geist Gottes betet, wer möchte da am Erfolge des Gebetes zweifeln? Was wird der Vater und Sohn dem betenden Geiste in der Menschenseele (seinem geheiligten Tempel) versagen können? In der Menschenseele die der Vater schuf zu seiner Verherrlichung, und für welche der Sohn sein Leben gab, um sie vom Tode zu retten! – O wenn das beten heißt, wer möchte nicht gerne beten! Wer sich nicht glücklich preisen, beten zu können, und nicht die Augenblicke des Gebetes für die schönsten und seligsten seines Lebens halten?

Aber wer lehrt uns also beten?

Gott selbst durch Jesus Christus, und seine heilige Kirche. Da lernen wir im Namen Gottes die Sprache Gottes zu Gott reden.
Der Mensch spricht so gerne, selbst vor Gott, die Sprache seiner Eigenliebe; er betet in seinem eigenen Namen, ohne zu wissen, was er tut; er kommt über diese Welt und sich selbst nicht so leicht hinweg; er verlangt immer weniger nach Gott, als nach seinen zeitlichen Gaben; ja, betend ahnet er oft kaum, was ihm eigentlich Not tut. Daher kommt es, dass sein Gebet häufig unnütz bleibt, und dass er über Mangel an Gebets-Erhörung klaget. Sein Beten ist töricht; er will Gott Gewalt antun. Das wahre Gebet trägt seine Erhörung schon in sich. Christus selbst spricht: „Um was ihr immer den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird Er euch geben. Wenn ihr, die ihr doch böse seid, wisset euern Kindern gute Gaben zu geben, so wird ja auch Gott Seinen guten Geist denen geben, die ihn darum bitten.“ Und wenn ihr in diesem Geiste – wollte der Heiland sagen – immer bitten werdet; so ist auch immer die Erhörung gewiss. Die geistigen Gaben, die dann immer unser Erstes sind: die Sündenvergebung, die Heiligung, die Einigung mit Gott, kurz die Umwandlung des Geistes nach Gottes Willen, teile sich uns durch das wahre Gebet zum Teile schon wirklich mit, teils machen wir uns derselben würdig und empfänglich; und die leiblichen Gaben folgen immer den geistigen – nach Gottes ewiger Ordnung – schon von selbst nach. Und dieses versichert Christus ausdrücklich: „Suchet vorerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit; das Übrige wird euch als Zugabe zu Teil werden.“ Die Erfüllung der göttlichen Gebote erfüllt auch das Haus mit dem Segen der zeitlichen Notdurft.
Was den Überfluss betrifft, so ist er dem Menschen nicht immer zum Segen, und wer möchte sich den selben auch nur wünschen, wenn Gott ihn versaget, weil er unser gegenwärtiges und künftiges Leben zugleich im Auge hat? – Vor Gott gibt es in Bezug auf uns nur ein wahres Gut – unser ewiges Heil; alles Übrige ist nur insofern gut, als es zu unserem ewigen Heile (zu unserer Besserung und geistigen Vervollkommnung) beiträgt, und wird ein Übel, sobald es uns in Rücksicht auf dasselbe hinderlich wird. Darum können äußere Glücks-Unstände, Reichtum, hohe Würden, und selbst die Gesundheit, allerdings große Übel für die Menschen werden; und wirklich scheinen sie einem großen Teile derselben mehr zum Falle, als zur Auferstehung zu dienen. Denn der irdisch gesinnte Mensch sieht sie mehr als Zweck, denn als Mittel an, und wenn er um sie törichter Weise zu Gott betet, so will er nichts anderes, als seine Torheit Gott selber aufbürden, und Ihn zum Teilnehmer derselben machen.
Lassen wir uns von einem so gewöhnlichen Sahne heilen, und beten wir nimmermehr anders, als zuerst um das Eine Notwendige: „Vater! Dein Name werde geheiligt; Dein Reich komme zu uns, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!“ dann erst um unseren täglichen Unterhalt.
In diesem Geiste ist gegenwärtiges Gebet- und Erbauungs-Buch abgefasst. Damit nun auch dein Herz, frommer Beter! von diesem Geiste beseelt werde, so erhebe es öfters mit möglichster Andacht zum Vater der Lichter, von welchem alle guten Gaben und alle vollkommenen Geschenke herabkommen, und sprich folgendes

Gebet

als Anweisung wie man beten soll.
Überall bist Du bei mir, mein Gott! zu jeder Stunde gibst Du mir Gehör. Auch außer der Kirche, mitten in meinen Geschäften, zu Hause und auf freiem Felde, wenn ich meine Wege gehe, oder mich zu Ruhe lege; wenn ich zu Tische sitze, oder davon aufstehe; wenn ich zu Nachts oder Morgens erwache; wenn ich allein oder bei Andern bin; in fröhlichen oder traurigen Stunden kann ich meine Gedanken zu Dir erheben. Alles, ja Alles kann und soll mich an Dich erinnern, zum Lob und Dank, und Vertrauen gegen Dich ermuntern. Wenn ich etwas anfange, so sei mein erster Gedanke , ob es vor Dir auch recht und gut ist; und dann gehe ich mit Mut daran, im Vertrauen auf Deinen Beistand und Segen. Ist es vollendet, so sei’s Dir gedankt und heimgestellt, Gehet es mir wohl, so preise ich Dich dafür, und freue mich Deiner. Stehet mir Gefahr und Not bevor: warum soll ich zagen? Du, Gott mein Vater! bist bei mir.
Du verlangst keine langen Gebete, weil mein schwacher Geist, bald ermattet und zerstreuet wird. Du willst nicht einmal, dass ich viele Worte brauchen soll. Desto öfter und inniger aber soll sich mein Herz zu Dir erheben, und in kindlicher Einfalt mit Dir reden. Ich darf nicht erst auf Worte sinnen; sondern darf mit Dir reden, wie ein Kind mit seinem Vater, wie ein Freund mit dem andern. Und das sollte mir schwer ankommen? Dir, mein bester Vater, Wohltäter und Freund! sollte ich nichts zu sagen wissen? Dir nicht meine Hochschätzung und Liebe bezeugen können? – Habe ich Dir denn nichts zu danken? nichts abzubitten? nichts von Dir zu hoffen? – Habe ich Dir kein Anliegen vorzutragen, keinen Trost bei Dir zu suchen?
O Gott, wie muss ich mich schämen, dass ich so wenig Lust am Beten habe; dass ich oft nur aus Zwang, aus Gewohnheit, dem Schein nach bete, aber mit den Gedanken ganz anderswo bin, und selbst nicht weiß, was ich sage; oder Dir meine Gebete gleichem vorzähle, und mehr darauf sehe, wie viel, als wie gut ich gebetet habe.
Ach! Ich erkenne und liebe Dich eben noch allzuwenig, mein himmlischer Vater. Deiner täglichen Wohltaten bin ich schon gewohnt, die größten Gnaden, die wahren Güter, die Du mir bereitest, weiss ich nicht genug zu schätzen, und fühle auch nicht viel Verlangen danach; was mir das Angenehmste sein soll, ist es mir oft am wenigsten; es bringt immer nur das Zeitliche, das Gegenwärtige vor. Darum wird es meinem Herzen so schwer, sich von der Erde gegen den Himmel, vom Sichtbaren zu dem Unsichtbaren zu erheben; darum hat es so wenig Eifer zum Gebet, so wenig Andacht dabei.
Wann werde ich doch einmal diese Trägheit überwinden! – Mit deinem Beistand, o Gott! wird es mir gelingen, wenn ich Dich mir allzeit als gegenwärtig vorstelle, und wohl bedenke, was ich tue, wenn ich bete; mit wem ich rede; wie groß, wie gut, wie heilig Du bist. Dies wird mich mit Ehrfurcht, Zutrauen und Liebe erfüllen, und vor dem Frevel bewahren, Dir etwas vorzusagen, das mir nicht von Herzen ginge, – etwas zu versprechen, was ich nicht zu halten gesinnte wäre, – um Güter zu bitten, die ich mir nicht ernstlich erwerben und zu Nutzen machen wollte.
Zerstreuungen, die mir selbst unlieb sind, rechnest Du mir nicht zur Schuld. Ich will nur, sobald ich sie merke, meine Gedanken sammeln, und sie wieder auf das richten, was ich bete. Wenn es mir gleich nicht allzeit von statten gehet, wenn ich schon den süßen Trost des Gebetes oft nicht empfinde; so soll mich das nicht abwendig machen. Du siehst auf den guten Willen; und es kommt Alles darauf an, wie Du diesen bei mir findest.

aus dem Buch: „Vollständiges Christkatholisches Gebetbuch“ von Johann Michael Hauber

Dankgebet zu dem Erlöser am Kreuze

Ich wäre verloren gewesen, o mein gütigster Erbarmer, Jesus Christus! Wenn Du nicht ein göttliches Mitleid mit meinem traurigen Zustande gehabt hättest. Aus Liebe zu mir verließest Du die Herrlichkeit des Himmels, nahmst die Gestalt des Knechtes an, und führtest drei und dreißig Jahre ein armes und beschwerliches Leben; aus Liebe zu mir, warst Du Deinem Vater gehorsam bis in den Tod, um für meinen Ungehorsam genug zu tun, und gabst Dich freiwillig als ein Opfer für meine und aller Menschen Sünden hin. Du duldetest die grausamsten Misshandlungen Deiner Feinde, um mich von den Qualen einer unglückseligen Ewigkeit zu retten; Dein Blut erkaufte mich aus der furchtbaren Knechtschaft der Sünde; Dein Tod wurde mein Leben. Du warst es, der das Himmelreich mir öffnete, der mich zu seinem Bruder, zum Miterben seiner Herrlichkeit annahm; Du erwarbst mir die Liebe Deines himmlischen Vaters, und erhobst mich zur Würde seiner Kinder. Du bist meine Hoffnung und meine Zuversicht; o wie soll, wie kann ich Dir genug für Deine Liebe danken? – Du selbst hast es mir gesagt, wie ich Dir danken soll: „Derjenige, der meine Gebote hält, der liebt mich auch.“ Sieh göttlicher Heiland! Ich eile zu Deinem Kreuze; ich rühme mich in demselben; ich will leben, wie Du es von mir verlangst; ich will meine bösen Neigungen zähmen und Gutes tun. Sei der Weg der Tugend auch ein Dornenpfad; genug für mich, dass Du ihn gingst, und dass er zum Himmel führt. Du hast für mich gelitten und mir ein Beispiel hinterlassen; verleihe mir auch die Gnade, dass ich in Deine Fußstapfen eintreten und Dir nachfolgen, und Dir so für Dein Leben und Sterben danken kann. Amen.

Vollständiges Christkatholisches Gebetbuch von Johann Michael Hauber S. 251

Sühnegebet zum Unbefleckten Herzen Mariens

Unbeflecktes Herz Mariens, in Demut und Reue über unsere eigenen Sünden wollen wir Sühne und Abbitte leisten für alle Sünden, durch die das anbetungswürdige Herz deines göttlichen Sohnes so sehr verwundet und auch dein eigenes Herz gemartert wurde.
Wir bitten dich um Verzeihung für unsere eigenen Verfehlungen, für unsere eigene Undankbarkeit und Kälte. Wir bitten dich um Verzeihung für alle armen Sünder, die durch Unwissenheit, Leidenschaft oder Bosheit verblendet sind. 
Unbeflecktes Herz Mariens, wir bitten dich, vermehre unseren Glauben und bitte Jesus, ihn als Ersatz für den Unglauben so vieler Menschen anzunehmen. Vermehre unsere Liebe und unsere Dankbarkeit zum heiligsten Herzen Jesu und deinem Unbefleckten Herzen, und bitte Jesus, sie als Ersatz für den Undank aller Sünder anzunehmen.
Unbeflecktes Herz Mariens, wir vertrauen auf dich und rufen zu dir, auch für alle jene, die dich nicht lieben, nicht auf deine mütterliche Liebe und Güte vertrauen und dich nicht anrufen. Gerne wollen auch wir, wie du es von den drei Kindern, denen du in Fatima erschienen bist, verlangt hast, uns »Gott schenken, bereit, jedes Opfer zu bringen und je des Leiden anzunehmen, das er uns schicken wird, als Sühne für die vielen Sünden, durch die die göttliche Majestät beleidigt wird, zur Bekehrung der Sünder und als Genugtuung für die Flüche und alle übrigen Beleidigungen, die deinem Unbefleckten Herzen zugefügt werden«.
Bekehre, o Mutter, bekehre die Sünder und offenbare auch ihnen dein Unbeflecktes Herz als sichere Zufluchtsstätte, wo sich ihre Flüche in Lobpreis Gottes, ihr Unglaube in Glaube, ihre Gleichgültigkeit in Gebet und ihr Haß in Liebe wandeln wer den. Gib, daß wir Gott den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde. Erlange uns von deinem göttlichen Sohne die Gnade, stets treu in diesem Geiste der Sühne zu verharren und dein Unbeflecktes Herz nachzuahmen durch Reinheit des Gewissens, durch Demut und Opfergeist, durch wahre Gottes- und Nächstenliebe.
Unbeflecktes Herz Mariens, dir sei Lob und Preis und Liebe. Wir vertrauen auf dich! Hilf uns in allen Kämpfen, Nöten und Gefahren, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen
Unbeflecktes Herz Mariens, wir lieben dich und vertrauen auf dich. Gerne wollen auch wir, wie du es von den drei Kindern in Fatima verlangt hast, uns durch dich Gott schenken, bereit, jedes Opfer zu bringen und jedes Leiden anzunehmen, das Er uns schicken wird, als Sühne für die vielen Sünden, durch die die göttliche Majestät beleidigt wird, zur Bekehrung der Sünder und als Genugtuung für die Flüche und alle übrigen Beleidigungen, die deinem Unbefleckten Herzen zugefügt werden. Hilf uns, daß wir Gott den Herrn nicht mehr beleidigen, der schon so viel beleidigt wurde. Amen.
Unbeflecktes Herz Mariens, wir vertrauen auf dich! Vernichte die Macht Satans und bitte für uns! Göttliches Herz Jesu, erbarme Dich unser!

Wundertätiges Aufopferungsgebet

Ewiger Vater, durch das Unbefleckte Herz Mariens opfern wir dir Jesus, deinen vielgeliebten Sohn, auf. Durch sein bitteres Leiden, sein Kostbares Blut und seinen Tod am Kreuz bekehre die Sünder, rette die Sterbenden, erlöse die Armen Seelen aus dem Fegefeuer, heilige die Priester, die Ordensangehörigen und die Familien. Darum bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

Jesus hat einer begnadeten Seele versprochen: Durch das Beten dieser Aufopferung wird jedesmal ein Sünder bekehrt, ein Sterbender gerettet, der sonst ewig verloren gegangen wäre, eine Arme Seele aus dem Fegefeuer erlöst, ein Priester, eine Ordensperson und eine Familie geheiligt. Maria Simma, deren Charisma darin bestand, durch Gebet und Sühneleiden den Armen Seelen zu helfen, hat dieses wundertätige Aufopferungsgebet empfohlen.

Gebet der hl. Gertrud von Helfta

Nonne, Mystikerin * 6. Januar 1256 in Thüringen † 17. November 1302 in Helfta bei Eisleben in Sachsen-Anhalt 

Ewiger Vater, ich opfere dir das höchst Kostbare Blut Deines göttlichen Sohnes Jesus auf, zusammen mit allen heiligen Messen, die heute auf der ganzen Erde gefeiert werden, für alle Armen Seelen im Fegefeuer, für alle Sünder überall, für alle Sünder in der Weltkirche und diejenigen in meinem Hause und in meiner Familie. Amen.

Der Herr sagte der heiligen Gertrud, dass das folgende Gebet jedes Mal, wenn es gesprochen wird, tausend Seelen aus dem Fegefeuer befreit. Dieses Gebet wurde erweitert, um die lebenden Sünder
einzuschließen und um entstandene Schulden schon zu Lebzeiten zu mindern

Gebet zum Heiligsten Herzen Jesu

(Wurde von P. Pio immer nach der Kommunion und sonst öfters gebetet)

 

O mein Jesus, der Du gesagt hast: «Wahrlich, ich sage euch, bittet und ihr werdet empfangen, suchet und ihr werdet finden, klopfet an und es wird euch aufgetan werden», siehe, ich klopfe an, ich suche, ich bitte um die Gnade der Beharrlichkeit.
Vater unser.,,, Gegrüßet seist du…, Ehre sei…Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!
O mein Jesus, der Du gesagt hast: «Wahrlich, ich sage euch, um was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, wird er euch gewähren», siehe, in Deinem Namen erbitte ich von Deinem Vater die Gnade der schenkenden Liebe zu Dir und den Mitmenschen.
Vater unser…, Gegrüßet seist du.,., Ehre sei…Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!
O mein Jesus, der Du gesagt hast: «Wahrlich, ich sage euch, Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Wor- te werden nicht vergehen», siehe, gestützt auf die Un- fehlbarkeit Deiner Worte bitte ich um die Gnade der Treue zu der von Dir offenbarten Wahrheit.
Vater unser…, Gegrüßet seist du..,, Ehre sei… Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue und hoffe auf Dich!
O heiligstes Herz Jesu, dem es unmöglich ist, kein Mitleid zu haben mit den Unglücklichen, habe Erbarmen mit mir armen Sünder und gewähre mir die Gnade echter Reue und die Kraft mich zu bessern. Höre auf die Fürbitte des Unbefleckten Herzens Mariae, Deiner und unserer geliebten Mutter.
Heiliger Josef, innigst mit dem heiligsten Herzen Jesu verbunden, bitte für uns!

Gebet zum Schutzengel

Ein unfassbares Geheimnis: Du, ein Engel des Herrn, ein reiner Geist, gewaltig an Kraft, mehr wissend als alle Gelehrten, stärker als alle Atomkraft, länger existierend als Granit und Mondgestein, in ständiger Verbindung mit dem Himmel, wo Du immerfort das Angesicht des Vaters uns seine Geheimnisse schaust – Du bist mein Begleiter vin Kindheit an, mein Beschützer und Führer auf der Suche nach dem ewigen Gott. Jesus, Du selbst hast uns dieses Geheimnis geoffenbart. Ich danke Dir von Herzen für dieses große Geschenk. Wie kostbar muss meine Seele sein, wenn ein Engel des Allerhöchsten auf jede meiner Bewegungen achtet und meine Taten aufschreibt im Buch des Lebens, wie es kein Film und kein Tonband aufzeichnen können. Du mein Engel, den ich noch nie gesehen habe, aber dessen Gegenwart mich beglückt, lass mich Freundschaft schließen mit Dir! Ich danke Dir, dass du Gott die Treue gehalten hast und nicht dem Luzifer uns seinem Anhang gefolgt bist. Ich danke Dir, dass Du mich armen Sünder angenommen hast. Laufe ich nicht täglich Gefahr, Gott untreu zu werden? Und wie schwer verfehle ich mich durch meine Unterlassungen ! Darum erwähle ich Dich zu meinem Beschützer und Führer. Ich verspreche Dir Treue und Gefolgschaft im Namen unseres Herrn. Ich bitte Dich, mich zu warnen, wenn ich Gott beleidige; mich zu wecken, wenn ich in Gefahr bin; mich zu rufen, wenn ich etwas versäume. Mein Schutzengel, tue nicht nur Deine Pflicht an mir. Sei nicht nur mein Beschützer, sondern auch mein Freund, nicht nur mein Begleiter, sondern auch mein Mitstreiter, nicht nur mein Weggenosse, sondern auch mein Bundesgenosse ! Ich übergebe Dir meinen Taufschein: Hilf mir, meinen Bund mit Gott zu halten. Ich übergebe Dir meinen Führerschein: Führe meine Hand am Steuer und lass nicht zu, dass ich jemanden verletze. Ich übergebe Dir meinen Trauschein: Lass mich gut sein zu den Meinigen, die mir anvertraut sind. Lass mich die Güter dieser Welt, wo sie mir im Wege stehen, gering achten und lass mich das suchen, was droben ist. Bewahre mir ein reines Herz, dass ich einst Gott schauen kann in seiner gewaltigen Herrlichkeit – zusammen mit Dir und allen Engeln und Auserwählten. Amen.
Arnold Guillet

Herzenstausch

Überall, wo die Menschen nicht auf mein Unbeflecktes Herz vertrauen, hat der Teufel Macht. Wo aber die Menschen an die Stelle ihrer sündigen Herzen mein Unbeflecktes Herz setzen, hat er keine Macht. Er wird aber meine Kinder verfolgen. Sie werden verachtet werden, aber er kann ihnen nichts anhaben! (Botschaft Mariens in Marienfried)

Setze, o wunderbare Mutter, an die Stelle meines sündigen Herzens dein Unbeflecktes Herz, damit der Heilige Geist in mir wirken und dein göttlicher Sohn in mir wachsen kann. Erfülle meine Bitte, du Große, du Getreue, du aller Gnaden Vermittlerin. Amen.
Setze, o guter Jesus, an die Stelle meines sündigen Herzens dein göttliches verwundetes Herz, damit der Heilige Geist in mir wirken und du, barmherziger Jesus, in mir wachsen kannst. Erfülle meine Bitte, du guter, du getreuer und liebender Jesus, damit du bald als Friedenskönig über diese Welt herrschen kannst.

Marpinger Gebet (hochwirksam!)

Ewiger Vater, Vater aller Güte, ich opfere Dir durch die Hände Mariens, der Miterlöserin der ganzen Menschheit, all die Heiligen Wunden und das Kostbare Blut auf, das Dein geliebter Sohn Jesus Christus bei Seiner Passion vergossen hat, in Vereinigung mit dem Blut aller Märtyrer und allen Heiligen Messen, die heute in der ganzen Welt gefeiert werden, für den Papst, für die Bischöfe und Priester, für den Frieden in der Welt, für alle persönlichen Anliegen (hier einfügen) und damit der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens sich ausbreiten möge, von Marpingen aus, in Deutschland und in der ganzen Welt.
Himmlische Mutter Maria, ich bitte Dich, vervollkommne diese Aufopferung durch Deine Verdienste und vervielfältige sie sovielmal, wie es Sandkörner auf der Erde gibt. Amen

Weihegebet an den Hl. Erzengel Michael

Erhabener Fürst der himmlischen Heerscharen, mächtiger Streiter des Allerhöchsten, Verteidiger der Ehre Gottes, Schrecken der aufrührerischen Engel, Stolz und Freude der guten Engel, mein geliebter Hl. Erzengel Michael ! Da es mein fester Wille und Wunsch ist, zu deinen ergebenen Dienern und Dienerinnen zu gehören, stelle ich mich, meine Familie, Freunde, Bekannten und alles was mir gehört, unter deinen mächtigen Schutz. Mein Ansuchen ist bescheiden, denn ich bin ein armer Sünder.
Nimm bitte die Zuneigung meines Herzens an.
Wenn ich ab heute unter deinem Schutzmantel stehe, so vertraue ich darauf, dass du mir in meinem ganzen Leben beistehen wirst.
Erlange mir die Verzeihung meiner vielen und schweren Sünden und die Gnade, meinen geliebten Erlöser Jesus Christus und seine heiligste Mutter Maria zu lieben.
Gewähre mir jene Hilfe, die notwendig ist,
um die Krone des ewigen Lebens zu erlangen.
Verteidige mich gegen die Feinde meiner Seele, besonders im letzten Augenblick meines Lebens.
Hl. Erzengel Michael ! Komm, steh mir im letzten Kampf bei
und stoße mit deiner mächtigen Waffe jenen untreuen und stolzen Engel,
den du einst aus dem Himmel geworfen hast, hinab in die Abgründe der Hölle. Amen.
Pater PioGebet

Für Alle Fälle

Allerheiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, allerheiligste Dreifaltigkeit, unversehrte Jungfrau, Engel, Erzengel un Heilige des Paradieses, kommt herab über mich.
Stärke mich, Herr, forme mich, erfülle mich mit dir, verfüge über mich.
Vertreibe von mir alle Kräfte des Bösen, vernichte sie, zerstöre sie, dass es mir gut gehe und ich Gutes wirken kann.
Halte fern von mir Verwünschungen, Verhexungen, schwarze Magie, schwarze Messen, Aberglauben, Bindungen, den bösen Blick, dämonische Belästigungen, teuflische Besessenheit, teuflische Versuchungen; alles, was böse, was Sünde, Hass, Neid, Bosheit ist; die körperliche, seelische, geistige Krankheit.
Verbrenne alle Übel in der Hölle, dass sie nie mehr mich und kein anderes Geschöpf auf der Welt befallen können.
Ordne und befehle mit der Kraft des allmächtigen Gottes, im Namen Jesu Christi, des Erlösers, auf die Fürsprache der unbefleckten Jungfrau, allen unreinen Geistern, die mich belästigen, mich sofort und endgültig zu verlassen und in die ewige Hölle zurück zu kehren, angekettet durch den Erzengel Michael, vom heiligen Gabriel, vom heiligen Rafael, unseren heiligen Schutzengeln, zertreten unter der Ferse der heiligsten unbefleckten Jungfrau Maria.

Sehr wichtiges Gebet

Ich möchte nicht verloren gehen. Ich möchte leben und meinen Schöpfer bitten mich zu bewahren in seinem Licht, in dieser Welt und auch in der Welt nach diesem Leben. Ich bete zu Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde, der in JESUS CHRISTUS in diese Welt gekommen und zur Rettung unser aller Seelen am Kreuz gestorben ist. Bitte öffne mir deine Tür zum ewigen Leben und befreie meine Seele von allen Ketten und finsteren Bindungen dieser Welt. Ich weiß, dass du jetzt in diesem Moment bei mir bist und meine Seele erretten möchtest. Bitte wasche mich von aller Schuld mit deinem heiligen Blut. Bitte komme in mein Leben und erfülle mich mit deinem heiligen Geist. Meine Seele, mein Geist und mein Herz sind Dein! Bitte sprich zu mir und offenbare mir Deine Wahrheit! Bitte zeige mir den Weg den Du für mich und mein Leben erdacht hast! Ich übergebe mein Leben an meinen Schöpfer, der durch Wahrheit in Jesus Christus zum Weg geworden ist. Bitte errette meine Seele. Ich möchte zuhause sein in deinem Licht, und nicht verloren sein nach meinem Tod. Ich entsage der finsteren Kraft die diese Welt beherrscht, und Ich entscheide mich heute für Gottes Rettung in Jesus Christus unserem Herrn. AMEN!

Novene zum heiligen Schutzengel

Am 2. Oktober ist der Gedenktag der hl. Schutzengel. Diese Novene kann man am 23. September beginnen – 9 Tage vor dem Schutzengelfest.
An allen neun Tagen der Novene betet man:

 

Heiliger Schutzengel, du Diener des Herrn, du reiner Geist, gewaltig an Kraft, mehr wissend als alle Gelehrten, in ständiger Verbindung mit Gott, du bist mein getreuer Begleiter und Beschützer von Kindheit an. Du weißt um meine jetzige große Sorge und siehst meine Ratlosigkeit. Bitte den Allerhöchsten um seine Hilfe in meinem Anliegen.
Als Dank für deinen liebevollen Einsatz und deinen ständigen Schutz opfere ich dir immerfort die heiligsten Herzen Jesu und Mariens und das kostbare Blut auf zur Vermehrung deiner Seligkeit.

Ehre und Dank sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist für meinen Schutzengel. Amen.

Schlussgebet für den Novenentag
O Gott, ich knie vor deiner Majestät und danke dir, dass du mir einen himmlischen Begleiter wie einen Bruder zu lieben und auf ihn zu hören, wenn er in der Stimme des Gewissens zu mir spricht. Lasse mich hier auf Erden und einst im Himmel mit ihm dir zujubeln: Heilig, heilig, heilig, bist du Herr, Gott der Herrscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Amen.